Städte im Mittelalter

Vom Mittelalter zur Moderne:

 

Viele der von den Römern gegründeten Städte, wurden von den Germanen zerstört.

Nur die größten und wichtigsten Städte blieben erhalten, diese waren z.B. Trier, Köln.....

Ein wichtiges Element war dabei, dass es Bischofssitze waren.

Die Bausubstanz der ursprünglichen Städte wurde aber verändert, das Zentrum wurde meist verschoben und die Befestigungen verkleinert, da nichtmehr so viele Menschen in der Stadt leben wollten. Dies änderte sich im späteren Mittelalter wieder.

Die Städte wurden vorerst von Bischöfen verwaltet, nachdem die römischen Beamten weg waren.

 

--> im Frühmittelalter wurden die Städte immer leerer.

 

Im 8. Jahrhundert beginnt dann der wiederaufschwung der Städte.

Durch die Gründung von Klöstern in den Städten, wird wieder mehr wirtschaftliches treiben in die Städte verlagert.

Leider verschwanden die römischen Stadtbürgerrechte und die Selbstverwaltung in dieser Zeit vollkommen.

Die Städte wurden wieder aufgebaut. Es gab neue Bischofsburgen und Kaiserpfalzen.

Neugründungen gab es noch nicht so viele.

 

Unter den Ottonen im 10. Jahrhundert gab es wieder zahlreiche Neugründungen.

Um die neuen Burgen und Paläste siedelten sich Kaufleute an, die es darauf abgesehen hatten mit der Oberschicht gutes Geld zu verdienen.

 

Mit Beginn des 11.Jahrhunderts kam der wirtschaftliche Aufschwung.

Die Städte wurden weiter bebaut und die bevölkerung nahm sehr stark zu.

Auch wurden neue Stadtmauern erichtet.

Die in dieser Zeit enstehenden Städte wurden nichtmehr planlos gebaut, sondern geplant und gegründet.

 

Die Könige versuchten ebenso wie die Landesherren mit Städten die eigenen Einnahmen zu verbessern, Menschen aus konkurrierenden Territorien abzuwerben und durch Landesausbau oder Eroberungen erworbene Gebiete zu sichern.

 

 


 

1) Wer gründete die ersten Städte in Europa?  

Die Griechen gründeten ums Mittelmeer die ersten großen Städte in Europa  Sie prägten den Begriff Polis für den Stadtstaat. Die Römer führten dann den Hausbau mit festen Materialien im Mitteleuropäischen Raum ein. Damit begann die erste heute noch sichtbare Geschichte der Stadtentwicklung.

   

2) Wann begann die Stadtentwicklung in Mitteleuropa. Was zeichnete diese ersten Städte in Europa (Deutschland ) aus?  

Die römischen Städte im Gebiet des heutigen Deutschland waren klar gegliedert. Die Straßen wurden in Rechtecke oder Quadrate eingeteilt. Nur an den Rändern passt sich das Schachbrettmuster den unebenen Gelände und den Landschaften an.

 

3) Welche deutsche Städte aus der Römerzeit überdauerten die Folgezeiten nach dem Untergang des römischen Reiches?

Trier und Köln überlebten nach dem Untergang des römischen Reichs als Bischofsresidenz die nächsten Jahrhunderte. Wahrscheinlich schrumpften auch Worms, Mainz und Speyer auf einen kleinen Kern überlebten aber die Zeit der Völkerwanderung.

 

4) Welches waren die wichtigsten Standortfaktoren für die Gründung der Städte?   

 Wichtige Faktoren waren zum Beispiel die Nähe eines Gewässers (Fluss, See oder Meer). Auch eine Kreuzung an wichtigen Handelsstraßen führte zu einer Stadtgründung und  alle großen und wichtigen Städte, die es auch heute noch gibt, entstehen/entstanden um weltliche und geistliche Zentren: Burgen, Klöster, große Kirchen/Dome (Bischofssitze). Nur Bischöfe und der Hochadel (Könige, Herzöge, Grafen) besitzen durch Einnahmen von den hörigen Bauern genügend Geld um Nachfrage nach handwerklichen Produkten und Waren der Kaufleute zu schaffen. Zur Befriedigung der Bedürfnisse des Hochadels bzw. der Geistlichen (Bischöfe, Äbte) siedelten sich Kaufleute und Handwerker um die Burgen, Klöster, Dome etc. an. Sobald eine Ansiedlung von Bürgern bestand, entstand auch eine wechselseitige Nachfrage nach Produkten.


5) Welche Faktoren begünstigen die Entwicklung von Städten wie Nürnberg?

Die Lage an einer Kreuzung von wichtigen Handelsstraßen, d er Schutz der mächtigen Kaiserburg und die Pegnitz an deren beiden Ufer sich das mittelalterliche Nürnberg entwickelte. Neben Augsburg war Nürnberg der Hauptstapelplatz der Waren des Orienthandels 

 

6) Welches waren die Hauptmerkmale der mittelalterlichen Stadt (Gründung 1000 bis 1350) ?  

Die mittelalterliche Stadt war nun befestigt, und vom Umland klar getrennt. Auch dass die Häuser eng aneinander gedrängt waren und die prächtigen Patrizierhäuser am Marktplatz waren ein typisches Merkmal. a) Mauer, b) enge Bebauung, c) Marktplatz, d) Stadtherrensitz (Burg, Bischofssitz, evtl. Kloster) e) Stadtbürgerrecht

 

7) Was kennzeichnet die Städte des Absolutismus wie Saarlouis oder Freudenstadt, Karlsruhe?

Alte Mauern waren wirkungslos, nach militärischen Gesichtspunkten geplant, strenge Form (Sechseck, Fächerform); Wassergraben; zentrales Schloss (Karlsruhe): Bauweise ist auf das Schloss des absoluten Herrschers ausgerichtet.

Vauban ist der bekannteste Festungsbaumeister des Absolutismus (1650-1800). Er baute sternförmig angelegte Festungsanlagen um bereits bestehende Städte bzw. um die wenigen Städte, die in der Zeit des Absolutismus gegründet wurden (Freudenstadt, Ludwigsburg, (Karlsruhe)).

 

8) Warum kam es nach dem Mittelalter nur noch zu wenigen Stadtgründungen?

Die besten Siedlungsplätze waren belegt. Statt neue Städte zu gründen wurden die "alten" Städte erweitert. Explosionsartiges Wachstum einiger Städte mit dem Beginn der Industriellen Revolution in Deutschland nach 1850.

 

9) Wie änderte sich das Aussehen der Städte mit der Indistrualisierung nach 1850?

 Stuckgeschmückte Paläste des neureichen Bürgertums (Industrielle Kaufläute); dahinter enge Gassen, Leben auf engstem Raum für die Arbeiterklasse (Mietskasernen)

 

10) Welche Ziele verfolgte die Bauplanung im 20. Jahrhundert?

Maschinenzeitalter, neue Formen, erschwinglicher Komfort für viele, Gartenstädte mit Reihenhäusern, DDR: „palastähnlichen“ Bauten für Arbeiter (eher Propaganda), danach Plattenbausiedlungen mit vorgefertigten Bauelementen; Vision: mobile Stadt


11) Historischer Atlas Baden-Württemberg - Südwestdeutschland: Städte im Mittelalter Historischer Atlas BW - Städte des Mittelalters Beiwort pdf. Wann wurden in Süddeutschland die Städte gegründet? Wie wird die Stadtentstehung erklärt?

Die meisten größeren Städte in Südwestdeutschland sind in der Zeit von 1150 bis 1300 (Hochmittelalter) entstanden. Nur wenige Städte wie Worms, Heidelberg, Speyer, Bruchsal, Schwäbisch Hall, Schwäbisch Gmünd, Tübingen, Ulm, Konstanz, Ravensburg, Freiburg und Basel sind bereits vor oder um 1150 entstanden.

 

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